Presse
Volkstanzwettbewerb 200902 Nov. 2009Wie auch in den vergangenen 18 Jahren lud die Siebenbürgische Jugend in Deutschland (SJD) traditionell auch an diesem letzten Oktoberwochenende alle Tanzgruppen ein, um am Volkstanzwettbewerb teilzunehmen.

So folgte auch die siebenbürgische Jugendtanzgruppe München dem Ruf der SJD nach Drabenderhöhe in NRW.
Ausgestattet mit unseren Trachten und einer großen Portion an Vorfreude, Hoffnung und Aufregung brachen wir Freitagabend zusammen mit der siebenbürgisch – sächsischen Jugendtanzgruppe Geretsried auf. Während die einen die Ruhe vor dem Sturm auskosteten, stimmten sich die anderen bereits mit dem passenden Liedgut aus vergangenen Jahrzehnten und ausreichend edlem Wein –wie es bereits im Liedtext zu „Willst du Gottes Werke schauen“ geschrieben steht- auf den bevorstehenden Wettbewerb ein.
Nachts in der Jugendherberge angekommen, war an Schlaf, aus Freude über das Wiedersehen der anderen Tanzgruppen, zunächst nicht im Geringsten zu denken. Dennoch mussten sich alle auf das besinnen, was uns an diesem Wochenende viel abverlangte!
Im Herzen miteinander verbunden, ereilte Samstagmittag auch die letzten die große Aufregung. Gepackt vom Ehrgeiz, zeigen zu können, dass im letzten Jahr mit viel Spaß und Fleiß an den Tanzschritten für den diesjährigen Pflichttanz (Wolgaster) und den jeweiligen Kürtanz gearbeitet wurde, starteten wir mit einem Grußwort von Rainer Lehni und einem Aufmarsch mit jeweils einem Vertreterpaar der dreizehn teilnehmenden Tanzgruppen in den Nachmittag.
Für die Bewertung war auch am vergangenen Wochenende wieder eine unabhängige Jury, bestehend aus fünf Jurorinnen bestellt, die es von unserem Können zu überzeugen galt. Das wurde uns dieses Jahr jedoch nicht leicht gemacht, denn alle teilnehmenden Tanzgruppen überzeugten auf hohem Niveau und mit großer Motivation, sodass wir, trotz grandioser Hoffnung, das Mögliche für gänzlich unmöglich hielten! Als es an die Siegerehrung ging, lagen die Nerven im Hermann- Oberth – Kulturhaus blank. Angesichts der sichtbaren Anspannung der Teilnehmer und der schwierigen Aufgabe die ausnahmslos guten Tanzgruppen zu bewerten, hätte in diesem Augenblick kein Teilnehmer mit den Jurorinnen tauschen wollen. Dennoch gab es ein Ergebnis, das viele von uns sehr überraschte.
Einen ausgezeichneten 3. Platz konnte sich die siebenbürgisch- sächsische Jugendtanzgruppe aus Biberach erkämpfen. Für eine grandiose tänzerische Leistung erhielt die sonst häufig siegreiche Jugendtanzgruppe Heilbronn den 2. Platz. Doch uns Münchnern wurde wohl dieses Jahr die größte Überraschung und die größte Freude bereitet, als uns gesagt wurde, dass wir einen unserer beiden Tänze ein zweites Mal tanzen dürfen!

Beschwingt von dem o. a. Zitat „ Tanzen ist die Poesie des Fußes“ in Verbindung mit unserem Motto „Vergäss näkest wohär tea kist“ ( Vergiss nie, wo deine Wurzeln liegen) haben wir es tatsächlich geschafft, uns nicht nur in die Herzen der Zuschauer, sondern auch in die der Jury zu tanzen! Unter großem Jubelgeschrei , in das alle Zuschauer und Tanzgruppen einfielen, die sich mit uns freuten, hatten wir die Ehre den diesjährigen Pokal für den 1. Platz entgegen zu nehmen.
Der anschließende Ball mit der Band Amazonas- Express krönte den wundervollen Tag. Nach einer langen Nacht und gebührender Feier ging es dann wieder mit dem Reisebus zurück nach München, wo wir eigentlich an der Donnersbergerbrücke abgesetzt werden sollten. Unter dem Vorwand, der Verkehr an dieser Stelle Münchens sei zu überlastet, wurden wir zur Geschäftsstelle des "Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschlan e.V." gelockt. Dort angekommen, übermannte uns die zweite große Überraschung dieses Wochenendes. Unsere Eltern, Geschwister und Freunde, sowie die Kreisgruppenvorsitzende Heidemarie Weber, erwarteten uns dort, um diesen besonderen Sieg mit uns zu feiern. Zu Tränen gerührt und sprachlos, blieb uns nichts mehr als dem Ständchen zu lauschen, dass uns gesungen wurde!
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, Freunde und Eltern, die uns auf unserem Weg zum 1. Platz begleitet und uns immer wieder motiviert haben, nie die Hoffnung aufzugeben!
3 Kommentare | Author: Aty


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